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Pflegetipps & Materialwissen


Pflegetipps für deinen Schmuck

Damit dein neues Schmuckstück so wunderschön bleibt wie am ersten Tag, benötigt es ab und zu ein bisschen Sorgfalt und Pflege.
Auch wenn Schmuck aus Edelmetall besteht und sich nicht so schnell abnutzt wie Modeschmuck, kann er dennoch verkratzen oder anlaufen.
Ich habe für dich ein paar Pflegetipps zusammengestellt, mit denen dein Schmuck möglichst lange glänzend und deine Freude darüber ungetrübt bleibt:

 

So bleibt dein Silberschmuck lange schön:

  1. Vermeide schädliche Umwelteinflüsse

Wasser, Schweiß, Chlor und Kosmetika sind nicht gerade die besten Freunde von Silberschmuck.
Deshalb solltest du ihn bei folgenden Tätigkeiten ablegen:
Sport, Schwimmbad- und Saunabesuche, Baden und Duschen, Haus- und Gartenarbeit.

 

  1. Wähle die richtige Aufbewahrung

Schmuckbäume und -hände sehen zwar toll aus, sind aber keine guten Aufbewahrungsorte für Silberschmuck. Denn an der Luft oxidiert Silberschmuck besonders schnell. Besser eignet sich eine Schmuckschatulle, in der du deine Schätze luftdicht und lichtgeschützt auf Samtkissen betten kannst.

 

  1. Reinige angelaufenen Silberschmuck schonend

 Hat sich dein Silberschmuck nach einiger Zeit an der Luft bräunlich oder schwarz verfärbt, ist das kein Weltuntergang. Silber lässt sich gut reinigen und glänzt danach wieder strahlend hell.
Wichtig: Bitte nicht zu scharfen Haushaltsreinigern greifen, sondern besser eine der folgenden Methoden ausprobieren:

 

Silberputztuch

 Wenn der Schmuck nicht extrem verschmutzt ist, empfehle ich dir ein spezielles Silberputztuch, mit dem du ganz einfach dein Silberstück polieren kannst. Solche Putztücher erhältst du in Drogerien, Kaufhäusern oder natürlich im Internet.

 

Spülmittellauge

 Als einfaches Hausmittel hat sich auch ein Wasserbad mit Spülmittel bewährt. Nach dem Bad kannst du den Schmuck mit einem weichen Tuch sanft reinigen.

 

Silbertauchbad

Ist der Silberschmuck stark verfärbt, kann sich ein spezielles Silbertauchbad lohnen. Beachte jedoch, dass sich Schmuck mit Perlen, Steinen oder anderen Materialien dafür nicht eignet.

 

 

So bleibt dein plattierter Schmuck lange schön

Im Vergleich zu Schmuckstücken aus Silber oder Gold, bedürfen mit Silber plattierte oder vergoldete Schmuckstücke einer behutsameren Behandlung. Entsprechende Oberflächenbeschichtungen sind empfindlich und können durch mechanische Einwirkung beschädigt oder gar abgerieben werden.

 

  1. Vermeide schädliche Umwelteinflüsse

Wasser, Schweiß, Chlor und Kosmetika sind nicht gerade die besten Freunde von Silberschmuck.
Deshalb solltest du ihn bei folgenden Tätigkeiten ablegen:
Sport, Schwimmbad- und Saunabesuche, Baden und Duschen, Haus- und Gartenarbeit.

 

  1. Wähle die richtige Aufbewahrung

Schmuckbäume und -hände sehen zwar toll aus, sind aber keine guten Aufbewahrungsorte für plattierten Silberschmuck. Denn an der Luft oxidiert Silberschmuck besonders schnell. Besser eignet sich eine Schmuckschatulle, in der du deine Schätze luftdicht und lichtgeschützt auf Samtkissen betten kannst.

 

Spezialputztücher

Zweckmäßig ist die Verwendung sehr weicher Spezialtücher, die man auf dem Schmuckstück der Länge nach entlangreibt. Falls diese Art der Reinigung keinen Erfolg zeigt, weicht man den Belag des Schmuckstücks in einem warmen und milden Seifenwasser auf, den man anschließend vorsichtig abreiben kann. Entscheidend ist auch, dass du deinen Schmuck gründlich unter Fließwasser abspülst und mit einem weichen Tuch trockentupfst.
Grundsätzlich bildet sich peu a peu an der Schmuckoberfläche die sogenannte Patina, die ein unvergleichliches Merkmal deines Schmuckstücks darstellt. Wenn man diesen natürlichen Prozess
nicht schätzt, kann man beim Juwelier seinen Schmuck optisch überholen lassen.
Wichtig ist auch hier, dass keine ungetesteten Chemikalien (Reinigungs-Tabs, etc.) bei der Reinigung zum Einsatz kommen.

 

 

So bleibt dein Goldschmuck lange schön:

Wie bei Silber gilt auch bei Gold die Regel:
„Gold zeigt sich gerne, kann aber auf Arbeit verzichten!“
Für die ungetrübte und langjährige Freude an deinem Goldschmuck ist eine entsprechende Vorsicht und Pflege von Vorteil, wobei die Pflege und Reinigung von Gold verhältnismäßig leicht ist.

 

  1. Vermeide schädliche Umwelteinflüsse

Wasser, Schweiß, Chlor und Kosmetika sind nicht gerade die besten Freunde von Goldschmuck.
Deshalb solltest du ihn bei folgenden Tätigkeiten ablegen:
Sport, Schwimmbad- und Saunabesuche, Baden und Duschen, Haus- und Gartenarbeit.

 

  1. Wähle die richtige Aufbewahrung

Schmuckbäume und -hände sehen zwar toll aus, sind aber keine guten Aufbewahrungsorte für Goldschmuck. Besser eignet sich eine Schmuckschatulle, in der du deine Schätze luftdicht und lichtgeschützt auf Samtkissen betten kannst.

 

  1. Reinige deinen Goldschmuck schonend

Gelegentlich solltest du deinem Goldschmuck ein warmes mit mildem Spülmittel versehenes Wasserbad gönnen. Nach einiger Zeit kann man mit einer weichen Zahnbürste vorsichtig die Schmutzpartikel abbürsten.
Wichtig ist das gewissenhafte Abspülen des gereinigten Goldschmucks unter klarem Fließwasser.
Beendet wird die Reinigung durch das Trockentupfen mittels eines weichen Baumwoll- oder Mikrofasertuches.

 

 

So bleibt dein Perlenschmuck lange schön:

Perlen sind seit Jahrhunderten weltweit einzigartige Naturprodukte, die wegen ihrer Schönheit und Wertbeständigkeit besonders gepflegt werden sollten. Da die Perle hauptsächlich aus Kalk besteht, reagiert der Perlenschmuck empfindlich auf Umwelteinflüsse.

 

  1. Vermeide schädliche Umwelteinflüsse

Wasser, Schweiß, Chlor und Kosmetika sind nicht gerade die besten Freunde von Perlenschmuck, da Perlen hauptsächlich aus Kalk bestehen und die Perlenoberfläche angreifen kann. Deshalb solltest du ihn bei folgenden Tätigkeiten ablegen:
Sport, Schwimmbad- und Saunabesuche, Baden und Duschen, Haus- und Gartenarbeit. 

 

  1. Wähle die richtige Aufbewahrung 

Generell bewahrt man Schmuckstücke getrennt voneinander auf. Fast alle anderen Materialien, wie Gold, Silber, Edelsteine sind härter als Perlen und können Ihren Perlenschmuck durch Reibung zerkratzen bzw. beschädigen.
Als optimal hat sich die Aufbewahrung Ihres Perlenschmucks in einem Schmuckkästchen und eingewickelt in einem weichen Stoff- oder Seidentuch erwiesen.
Verwende dabei kein Leder, da die Gerbsäure deinen Perlenschmuck angreifen kann.

 

Reinige deinen Perlenschmuck schonend:

Nach dem Tragen deines Perlenschmucks kannst du mit Hilfe eines weichen, feuchten Tuches (klares Wasser) die Rückstände von Kosmetika und Schweiß vorsichtig abwischen.
Nässe ist zu vermeiden, da sich der Faden dehnen und in weiterer Folge reißen kann. Falls der Faden nicht ausreichend trocknet, besteht die Gefahr, dass die Perle von innen aus beginnt zu faulen.
Da der Perlenschmuck neben Kalk auch Wasserbestandteile beinhaltet, ist es zu vermeiden die Perle großer Hitze (Heizkörper, Fön) auszusetzen.

 

Generell ist zu empfehlen, dass man den Perlenschmuck nach Bedarf von einem Spezialisten reinigen und Ketten neu knüpfen lassen sollte. Dabei ist darauf zu achten, dass nach jeder Perle ein Knoten gesetzt wird. Damit soll verhindert werden, dass beim Reißen der Perlenkette Perlen durch Stöße
beschädigt werden bzw. verloren gehen. Stöße führen meistens zu irreparablen Dellen und Kratzern.

 

 

Materialwissen

Geschichte der Edelmetalle

Geschichte Silberschmuck

Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet.
Es wurde zum Beispiel von den Assyrern, den Goten, den Griechen, den Römern, den Ägyptern und den Germanen benutzt. Zeitweise galt es als wertvoller als Gold. Das Silber stammte meistens aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer südlich von Athen lagen. Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt.
Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit wurden in Zentraleuropa Silbererzvorkommen im Harz, in Waldeck-Frankenberg, am Donnersberg, im Thüringer Wald, in Sachsen, im Südschwarzwald, Böhmen und der Slowakei entdeckt.
Ergiebige Silbervorkommen sind darüberhinaus aus Kongsberg (Norwegen) bekannt.

 

Schwaz in Tirol
Größter Silberproduzent im Mittelalter war Schwaz. Bis zu 80 % des damaligen Silbers kam aus den Stollen der Schwazer Knappen. War das Ortsbild anfänglich bäuerlichen Charakters, stieß es nach der Entdeckung der Silber- und Kupfervorkommen bald in großstädtische Dimensionen vor.
 
Bereits in der Bronzezeit war in den Bergen zwischen Schwaz und Kitzbühel Kupfer abgebaut worden, das in Verbindung mit Zinn zur Herstellung von Bronze benötigt wurde.
Zur Blütezeit des Bergbaus im 15. und 16. Jahrhundert war Schwaz als die größte Bergbaumetropole Europas mit 20.000 Einwohnern (heute etwa 13.000) nach Wien die zweitgrößte Ortschaft im Habsburgerreich.
 
Der Silberabbau im Schwazer Silberbergwerk begann einer unbestätigten Sage nach im Jahre 1409, als die Magd Gertraud Kandlerin beim Weiden eines Stieres auf dem Kogelmoos (Bereich oberhalb der Stadt) einen silbererzhaltigen Stein entdeckt haben soll. Um 1420 wurden erstmals reichhaltige Erzgruben am Falkenstein aufgetan, und die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal aus Böhmen und Sachsen begann.
Innerhalb weniger Jahre wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor, und der Falkenstein wurde zur Silber- und Geldquelle der Habsburger.
Die Augsburger Handelsfamilien Fugger und Paumgartner waren über den Zeitraum des Silberbergbaus präsent und legten durch den Silberabbau den Grundstein ihres Reichtums. Jakob Fugger galt und gilt heute noch als „Der reichste Mann der Welt“.

 

Geschichte Goldschmuck

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden.
Die Goldgewinnung ist seit der frühen Kupferzeit nachgewiesen. Die leichte
Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderate Schmelztemperatur und die
günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv.

Die ältesten bislang bekannten Goldartefakte der Menschheit sind insgesamt etwa 3.000 goldene Objekte aus dem Gräberfeld von Warna, die als Grabbeigaben niedergelegt wurden und zwischen 4600 und 4300 v. Chr. datiert werden. Mehr als 7.000 Goldobjekte sind aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Gräbern der osteuropäischen Maikop-Kultur bekannt.

Der früheste Nachweis in Mitteleuropa liegt mit den beiden Goldscheiben im Depotfund von Stollhof (Niederösterreich) vor und stammt ebenfalls aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Seit dieser Zeit wurde Gold vereinzelt in Form von Schmuckgegenständen aus Südosteuropa importiert.

In Mittel- und Nordeuropa treten goldene Gegenstände vermehrt erst im dritten Jahrtausend v. Chr. als Grabbeigaben auf. Beispiele sind die Ohrringe und die Haarspange beim Bogenschützen von Amesbury oder die 2013 gefundenen Goldringe eines Glockenbecher-Grabes aus Wustermark, Landkreis Havelland.

Berühmte Beispiele aus der nachfolgenden Bronzezeit sind die Goldauflagen der Himmelsscheibe von Nebra (Frühbronzezeit) und die vier spätbronzezeitlichen Goldhüte.

Die Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. So ist auf dem Turiner Papyrus u. a. auch die Lage einer Goldmine verzeichnet. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien (Las Médulas), Rumänien und Germanien.

In der Tora wird vom Goldenen Kalb erzählt, das sich die Israeliten als Götzenbild  herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir.

Das Neue Testament erwähnt Gold (neben Weihrauch und Myrrhe) als eines der Huldigungsgeschenke der Weisen aus dem Morgenland für den neugeborenen Jesus (Matthäus 2,11 EU).

Auch in Südamerika und Mesoamerika wurde schon sehr früh Gold verarbeitet. So beherrschten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des ersten Jahrtausends die Legierungsbildung (Tumbago) sowie die Vergoldung und stellten Gegenstände für rituelle Zwecke aus mehreren Kilogramm Gold her.

Die Goldgewinnung und -reinigung erfolgte durch Goldwäscherei, Amalgamation und Kupellation bzw. deren Kombination. Die Gier nach Gold wurde mit der Vormachtstellung der europäischen Seemächte Spanien, Portugal, England und Italien zu einem maßgeblichen Grund für Kriege und Eroberungszüge der Neuzeit. Besonders der Goldreichtum der indigenen Völker in Mittel- und Südamerika lockte nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 europäische und insbesondere spanische Eroberer (Conquistadores) an, die Gold in Galeonen nach Europa brachten. Spanien wurde so eine Zeit lang zur reichsten Nation Europas; die indigenen Kulturen wurden durch die Eroberer bzw. durch eingeschleppte Krankheiten zerstört.

Immer wieder lockten Goldfunde große Scharen von Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen von Goldsuchern in die Gebiete großer Goldvorkommen. Beispiele hierfür sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und er Goldrausch des Jahres 1897 am Klondike River in Alaska.

Auch in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch.

Gold ist ein korrosionsbeständiges und sehr weiches Edelmetall.
Es ist somit bestens für die Herstellung von Schmuck geeignet.
Für die Schmuckfabrikation wird Gelb-, Rot-, Weiß-, Rosa- und Feingold verwendet.
Die angewandten Legierungen sind Kupfer, Silber, Platin und Palladium.
Deren Anteil entscheidet über die Härte und Farbgebung des Schmuckstücks.

 

Der Vergoldungsgrad wird in Karat angegeben:

Karat Bezeichnung  Legierung
24k 999 Feingold
21k 825er Gold
18k 750er Gold
14k 585er Gold
9k 375er Gold
8k 333er Gold

 

 

Plattierter Schmuck

Diese Schmuckstücke bestehen aus einem Grundmaterial, auf welches Silber oder Gold dünn aufplattiert bzw. welches vergoldet wird.
Bei Ihrer Schmuckothek.com wird als Grundmaterial ausschließlich 925er Sterling Silber verwendet. Durch dieses Verfahren kann der Schmuck günstiger und vielfältiger hergestellt werden.
Das Vergolden des 925er Sterling Silbers wird sowohl in Gelbgold, Rotgold, Weißgold als auch in Roségold realisierbar.
Da Gold ein weiches Material ist, wird dieses zu stabilisierenden Legierungen mit unterschiedlichen Anteilen anderer Materialen vermengt.

 

Der Vergoldungsgrad wird in Karat angegeben:

Karat Bezeichnung  Legierung
24k 999 Feingold
21k 825er Gold
18k 750er Gold
14k 585er Gold
9k 375er Gold
8k 333er Gold


  

 

Geschichte Perlenschmuck

In einem Grab in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben Archäologen 2012 eine Perle entdeckt, deren Entstehungszeit sie auf zwischen 5547 und 5235 v. Chr. datieren konnten.
Der Fund zeigt, dass die Bevölkerung der Arabischen Halbinsel bereits im Früheolithikum nach Muscheln tauchte und die Schönheit des Perlenschmucks zu schätzen wusste.
 

Erste Erwähnungen von Perlen stammen aus dem chinesischen Geschichtsbuch von Shu King aus dem Jahr 2206 v. Chr. („… erhielt König Yu Perlen als Tribut vom Fluss Hwai …“).

Im gesamten Altertum waren Perlen hochgeschätzt.

Die Römer übernahmen den griechischen Namen „margarita“ für Perlen auch als Bezeichnung für die Geliebte, ein Begriff, der sich bis heute im Namen Margarete erhalten hat. Eine ganze Reihe von Muscheln erhielt später den Namenszusatz „margaritifera“ (perlenbildend).

Im alten Rom galt der Perlenschmuck als wertvollster Edelstein und fungierte zunehmend als Zeichen der Macht und des Reichtums. Die Perle war das wertvollste Gut, das man mit Geld kaufen konnte.

Julius Cäsar setzte ein Gesetz durch, nachdem in den niederen Städten das Tragen von Perlenschmuck untersagt wurde.

In vielen Kulturen hatte und hat die Perle einen tiefen Symbolcharakter. So sind Perlen in China z. B. das Symbol für Reichtum, Weisheit und Würde; in Japan bedeuten sie Glück, in Indien Kinderreichtum. In den arabischen Kulturen werden Frauen oder bestimmte Körperpartien wie z. B. Zähne oft mit Perlen verglichen.

Im Mittelalter erhielt sie zudem einen sakralen Charakter. Perlen galten als Zeichen der Liebe zu Gott. So finden sie auch im Neuen Testament der Bibel Erwähnung: „Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas“ (Offenbarung des Johannes). Sie waren nicht zuletzt durch die Erwähnung in der heiligen Schrift unverzichtbarer Teil der Machtdemonstration christlicher Herrscher.

Unter arabischem Einfluss begann ab dem 8. Jahrhundert die Verwendung als Heilmittel.

In Europa wurden Flussperlen zur Herstellung von Perlmilch verarbeitet, und das „aqua perlata“ des Mittelalters bestand aus Perlenpulver, Essig oder Zitronensaft, Zucker und Kräutern.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen Perlen einen festen Platz in den Lehrbüchern der Pharmazie ein.

Königin Elisabeth I. von England wurde wegen ihrer Leidenschaft zu Perlen als „Perlenkönigin“ bezeichnet.

Somit ist Perlenschmuck seit tausenden von Jahren eines der beliebtesten und am meisten verbreiteten Schmuckstücke!

 

Wissen Perlenschmuck

Perlen bilden sich in der Natur sowohl im Salz- als auch im Süßwasser unter nicht genau geklärten Umständen. Bekannt ist, dass dies ein zufälliger und obendrein ein sehr seltener Prozess ist.
Die frühere Vermutung, ein in die Muschel eingedrungenes Sandkorn sei der Auslöser zur Bildung einer Perle, wird heute von der Wissenschaft mehrheitlich verworfen. Man geht davon aus, dass ein Sandkorn einem dem Leben am Boden angepassten Tier wie der Muschel keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass für die Perlenbildung Epithelzellen der Muschel verantwortlich sind, die durch Einbohrung von Parasiten oder durch andere Verletzungen in das tiefere Mantelgewebe der Muschel verschleppt werden.
Dort bilden sie eine Zyste. Calciumcarbonat, das Baumaterial der Schale, wird dort abgeschieden und lagert sich Schicht um Schicht ab, wodurch schließlich eine Perle entsteht.

 

Gewinnung von Perlen per U-Boot

Die 1865 von dem Deutsch-Amerikaner Julius Kröhl gebaute Sub Marine Explorer gilt als erstes funktionsfähiges U-Boot der Welt. Geldgeber für das Projekt war William Henry Tiffany, Bruder des Gründers von Tiffany & Co. und einer der Hauptgesellschafter der Pacific Pearl Company.
Das Boot besaß auf seiner Unterseite Luken, durch die Insassen Perlmuscheln vom Meeresboden aufsammeln konnten. Die gesamte Besatzung starb jedoch kurze Zeit später, vermutlich an der damals noch unbekannten Taucherkrankheit.
Das erst 2001 identifizierte Wrack liegt noch heute am Strand einer Insel vor Panama.

 

Perlenzucht

Fast alle Perlen, die heutzutage für die Schmuckherstellung verwendet werden, werden gezüchtet.

Anlass für die Bildung einer Zuchtperle ist ein eingebrachtes Transplantat, das aus äußerem Mantelgewebe besteht, demjenigen Organ, welches die Muschelschale bildet. Die Empfängermuschel bildet die Zuchtperle in einem Zeitraum von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren.

Dabei ist entscheidend, ob ein Kugelkern mit dem Transplantat eingesetzt wird oder nicht. Daher spricht man von kernlosen Zuchtperlen und von Zuchtperlen mit Kern.

Vor diesem Hintergrund haben sich zwei „Normalfälle“ herausgebildet:
- Kernlose Zuchtperlen werden meistens in Süßwassermuscheln erzeugt, sie  wachsen im Mantel der Empfängermuschel heran.
Das resultierende Produkt ist die chinesische Süßwasser-Zuchtperle.
- Zuchtperlen mit Kern werden meistens in Salzwasseraustern erzeugt, sie wachsen in der Gonade der Empfängermuschel. Bekannte Produkte dieser Art sind die japanischen Akoya-, die weißen oder goldfarbenen Südsee- oder die dunklen Tahiti-Zuchtperlen.

 

Da im Mantel bis zu über 40 Zuchtperlen (auf jeder Schalenhälfte um 20 Stück) in einer Periode erzeugt werden können, in der Gonade aber nur eine pro Zyklus, sind die marinen Zuchtperlen mit Kern im

Allgemeinen viel teurer als kernlose Süßwasser-Zuchtperlen.

Der Japaner Kokichi Mikimoto schaffte es, in den frühen 1920er Jahren die ersten vollrunden Zuchtperlen auf den Markt zu bringen. Zehn Jahre zuvor, 1913, hatte der deutsche Zoologe Friedrich Alverdes nachgewiesen, dass Perlen durch die Verlagerung von Epithelzellen in das Bindegewebe des Mantels der Muschel entstehen.

Allerdings wurden bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. in China „Buddha-Perlen“ in Süßwassermuscheln (wie z. B. Hyriopsis cumingi) gezüchtet. Dabei handelte es sich um in die Muscheln eingefügte kleine

Buddha-Figuren aus Elfenbein, Gips oder Blei, die mit der Zeit durch Perlmutt beschichtet wurden.

Die Muscheln müssen in offenen Gewässern auf Muschelbänken etwa zwei Jahre lang in ihrem „Perlsack“ das Fremdkörper-Implantat Schicht um Schicht ummanteln, wobei nicht jede Muschel die Operation oder aber das angenommene Fremdkörper-Implantat für die Dauer von mindestens zwei Jahren  überlebt. Nur in etwa 30 % der mit einem Implantat versehenen Muscheln entwickelt sich eine Perle. Nur 10 % dieser Perlen sind kommerziell brauchbar. Lediglich 3 % dieser Ernte sind perfekt rund. Nur 0,5 % hiervon erreichen die höchste Qualitätsstufe in Farbe, Form, Oberflächenbeschaffenheit und Lüster.

Diese Zahlen variieren je nach Muschelart, Ort und Bedingungen der Zucht. Neben einer Zuchtperle können sich während ihrer Wachstumsphase in der Muschel auch eine Reihe sehr kleiner Perlen, die Saatperlen, ohne weiteres menschliche Zutun, bilden. Muscheln können mehrmals in ihrem Leben ein Fremdkörper-Implantat ummanteln.

Nur einige wenige von weltweit 10.000 Muschelarten können Schmuckperlen hervorbringen.

Bei der Zucht im Meerwasser kommen Muscheln der Gattung Pinctada, den Perlmuscheln (fälschlich oft auch Perlaustern bezeichnet), zum Einsatz; Süßwasser-Zuchtperlen werden in Muscheln der Gattung Hyriopsis gezüchtet.

Nicht handelbare Perlen werden bereits in den Perlfarmen aussortiert und geschreddert. Das Pulver wird von der Kosmetikindustrie weiterverarbeitet.

Süßwasserperlen unterscheiden sich von anderen Zuchtperlen dadurch, dass sie nicht mit einem Nukleus versehen werden. Stattdessen wird nur ein kleiner Schnitt im Gewebe vorgenommen, in den ein Gewebeteilchen einer anderen Muschel eingesetzt wird.

Die Muscheln, u. a. Hyriopsis schlegelii (Martens, 1861), werden dann zurück in ihren Lebensraum im Süßwasser gesetzt und zwischen zwei und sechs Jahre gehegt. Die Perlen bestehen aus solidem Perlmutt, das sie sehr leuchtend und farbenfroh macht, sind aber nur selten rund (meistens barockförmig), da kein Nukleus eingepflanzt wurde, der die Form beeinflussen konnte. Die Muscheln sind auch viel leichter anzubauen. Ihre Sterberate ist deutlich niedriger als die der mit Nukleus bestückten.

Außerdem werden Süßwassermuscheln viel seltener Opfer von Naturkatastrophen wie Taifunen und Flutwellen, die Meerwasser-Perlenfarmen plagen.

Die meisten Süßwasserperlen kommen heutzutage aus China, nachdem Anfang der 1960er Jahre die ersten kernlosen Süßwasserzuchtperlen in den Handel kamen. Heute ist es möglich, annähernd runde Perlen von bis zu 12 mm Größe mit feinem Lüster zu züchten. Dazu werden geerntete Perlen mit neuem Epithelmaterial ein zweites oder auch drittes Mal in eine Perlmuschel wie Hyriopsis cumingii (Lea, 1852) eingepflanzt.

In neuerer Zeit werden chinesische Süßwasserperlen auch mit Nukleus gezüchtet, die dann Perlen mit einem Durchmesser von bis zu 14 mm hervorbringen und der japanischen Salzwasserzuchtperle sehr ähnlich sind.

 

Muschelperlen

Muschelperlen sind aus Muschelschalen natürlich gearbeitet und weisen den typischen Schimmer, wie man ihn von Perlen bzw. von Perlmutt kennt, auf.

 

Bewertung und Klassifikation von Perlenschmuck

Perlengröße

Die Größe wird durch den geringsten Perlendurchmesser bestimmt.
Ein Fischer auf den Philippinen hat 2006 eine 34 Kilogramm schwere Perle an der Küste der Insel Palawan gefunden und zehn Jahre lang als Glücksbringer unter seinem Bett versteckt – ihr Wert: 80 Millionen Euro! Die Perle ist 70 cm lang und 30 cm breit und gilt als größte Perle der Welt.

 

Perlenform

Die Perle ist ein Naturprodukt. Folglich treten viele unterschiedliche Perlenformen auf. Letzten Endes entscheidet der Geschmack.
Perlen werden wegen der Klassifikation in genormte Formen eingeteilt.
 
Diese reichen von „halb-rund“ (leicht deformierte Rundperle) über „semi-barock“ (gleichmäßig geformt, wie oval, tropfen- oder birnenförmig) bis zu „kreisförmig“, die über mehr als einem Drittel ihrer Oberfläche Rillen aufweist.
Die seltenste und daher kostspieligste Form ist die gleichmäßig-runde.

 

Perlenfarbe

Die Farbpalette der Perlenfarben reicht von weiß bis schwarz, in Nuancen von hellem weiß über rosa, weiß-gold bis blau-schwarz.
Die durch die Kristalle auf der Perlenoberfläche hervorgerufene Lichtbrechung verursacht entsprechende Farbnuancen und Schimmer, den sogenannten Lüster.
Die teuerste Perle der Welt hat einen Durchmesser von bis zu zwei cm und schimmert nicht weiß, sondern golden. Die goldenen Perlen gehören zu den teuersten der Welt.

 

Perlenglanz

Kristalle auf der Perlenoberfläche rufen die Lichtbrechung hervor, die für die Perlenfarbe verantwortlich ist. Die Art der Kristalle, also die Fähigkeit und somit das Wie das einfallende Licht reflektiert wird, bewirkt den Glanz.
In der höchsten Stufe ist die Lichtreflektion vergleichbar einem Spiegel, in der niedrigsten eine matte Glanzlosigkeit.
Auch hier entscheidet der Geschmack.

 

Perlenreinheit

Die Perle ist ein Naturprodukt. Folglich treten viele unterschiedliche Stufen der Perlenreinheit auf.
Darunter versteht man die Beschaffenheit der Oberfläche. Ist diese befleckt, angekratzt, weist die Perle Spots (kleine „Beulen“) auf, sind maßgebliche Fragen für die Preisbestimmung.
Ganz reine bzw. makellose Perlen sind Ausnahmen und daher selten.
Letzten Endes entscheidet auch hier der Geschmack.

 

Die Perle und die Stärke des Perlmutts

Die Dauer und die Qualität des Wachstums, somit die Wasserqualität und Wassertemperatur (Nährstoffe) entscheiden über die Stärke des Perlmutts. Je stärker diese ist, desto resistenter bzw. langlebiger ist ihr Perlenschmuck.